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Hepatitis D: gut informiert heißt besser geschützt

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von AnnaMR, 13. September 2022.

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  1. AnnaMR

    AnnaMR New Member

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    Im Laufe des Lebens werden die Menschen mit vielen verschiedenen Infektionserkrankungen konfrontiert. Die einen verlaufen relativ harmlos und verschwinden von selbst, die anderen sind nur schwer oder überhaupt nicht heilbar und können zu schweren Gesundheitsschäden führen. Eine der selten auftretenden, aber sehr gefährlichen Viruserkrankungen ist Hepatitis D. Bist du gut genug darüber informiert, um dich vor einer Ansteckung mit Hepatitis D zu schützen?


    Was ist Hepatitis D?

    Hepatitis D ist eine virale Infektionserkrankung der Leber, die durch das Hepatitis-D-Virus (HDV), ausgelöst wird. Das Virus wird überwiegend durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und Kontakte mit kontaminiertem Blut übertragen. Bei dem Hepatitis-D-Virus handelt es sich um ein sogenanntes defektes oder unvollständiges Virus, das sich nicht selbstständig vermehren kann. Dafür benötigt es das Hepatitis-B-Virus (HBV), Das heißt, man kann sich nur dann mit dem Hepatitis-D-Virus anstecken, wenn man auch gleichzeitig Hepatitis B-Viren im Blut hat. Die Ansteckung kann gleichzeitig (HBV+HDV) erfolgen, in dem Fall spricht man von einer Simultaninfektion, oder der Patient kann bereits mit Hepatitis B angesteckt sein, dann wird es als eine Superinfektion bezeichnet [1]. Ohne das Hepatitis-B-Virus ist keine Ansteckung mit dem Hepatitis-D-Virus möglich, daher schützt eine Impfung gegen Hepatitis B automatisch auch gegen Hepatitis D [2].


    Durch welche Symptome macht sich Hepatitis D bemerkbar?

    Nach einer Inkubationszeit von 3-7 Wochen, in der sich das Hepatitis-D-Virus im Körper vermehrt, können grippeähnliche Symptome wie Schwäche und Appetitlosigkeit auftreten. Dieser Vorgang kann von anhaltender Gelbsucht, Übelkeit und Müdigkeit sowie dunklem Urin, lehmfarbenem Stuhl und hohen Bilirubinwerten im Blut, die für die Gelbfärbung der Haut verantwortlich sind, gefolgt oder begleitet werden [1, 2]. In manchen Fällen verläuft die Infektion jedoch komplett asymptomatisch. Eine chronische (langwierige) Hepatitis D erhöht das Risiko für die Entwicklung von Leberzirrhose und Leberkrebs [3].


    Wie schütze ich mich vor einer Ansteckung mit dem Hepatitis-D-Virus und welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es bei Verdacht auf Hepatitis D?

    Ungeschützter Geschlechtsverkehr und häufiger Partnerwechsel zählen zu den Hauptrisikofaktoren für Hepatitis D. Kondome helfen, diesen Eintrittsweg für Hepatitis D zu verhindern und das Risiko einer HDV-Infektion deutlich zu reduzieren [1]. Allerdings sollte man auch bei regelmäßigen sexuellen Kontakten mit einer Person nicht auf entsprechende Schutzmaßnahmen verzichten, da der/die Partner/in unwissentlich mit dem Hepatitis-D-Virus infiziert sein könnte. Ein HDV-Test kann dir Klarheit geben. Lasse dich beraten und testen, wenn du dir unsicher bist!

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan. Hepatitis D ist behandelbar [4] und inzwischen gibt es zuverlässige Labortests, die das Virus im Blut nachweisen können [5]. Lass dich bei geringstem Verdacht auf eine Hepatitis-D-Infektion von deinem Hausarzt beraten. Wenn du keinen Arzt / kein Klinikum als Ansprechpartner zur Verfügung hast, findest du auf dieser Karte für Deutschland https://hdv-life.com/de eine medizinische Einrichtung in deiner Nähe, wo du dich einfach, schnell und sicher auf HDV testen und beraten lassen kannst. Das Projekt wird finanziert von Gilead Sciences GmbH.


    Quellen:

    1. Robert Koch Institut. (2016, 20. Mai). RKI Ratgeber: Hepatitis B und D. Abgerufen am 19. Mai 2022, von https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisB.html

    2. World Health Organization. (2021, 28. Juli). Hepatitis D. Abgerufen am 19. Mai 2022, von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hepatitis-d

    3. Deutsche Leberhilfe e.V. (2020, Oktober). Hepatitis D (HDV). Abgerufen am 29. Mai 2022, von https://www.leberhilfe.org/lebererkrankungen/hepatitis-d/

    4. Bundesministerium für Bildung und Forschung. (2021, März). NEWSLETTER 101: Hepatitis D wird endlich behandelbar. Abgerufen am 19. Mai 2022, von https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/hepatitis-d-wird-endlich-behandelbar-13034.php

    5. Pschyrembel Online. (2019, Januar). Hepatitis-D-Labordiagnostik. Abgerufen am 29. Mai 2022, von https://www.pschyrembel.de/Hepatitis-D-Labordiagnostik/A0UKW
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2022
  2. Yarro

    Yarro New Member

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    Ich glaub dass ich dagegen geimpft bin un des nicht zu übertragen oder so, aber kann sein dass ich das verwechsle
     
  3. ShiningStar

    ShiningStar New Member

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    Du meinst wahrscheinlich die Impfung gegen Hepatitis B, die bekommt man meistens noch als Kind. Wenn ich das richtig verstehe, schützt sie auch gegen Hepatitis D, aber man muss sie im erwachsenen Alter auffrischen, da sie nicht das ganze Leben lang wirkt
     

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